RS Kriessern verpasst den Finaleinzug

Auch der Rückkampf der Halbfinalbegegnung zwischen der RR Einsiedeln und der RS Kriessern war an Dramatik nicht zu überbieten. Am Ende war das Ergebnis mit 17:16 dasselbe wie vor einer Woche, doch die Klosterstädter holten sich mehr Einzelsiege.

Schon der erste Kampf zwischen Stone Perlunger und Levin Meier bis 57kg Greco war nichts für schwache Nerven. Ging im ersten Umgang noch nicht viel, überschlugen sich die Ereignisse im zweiten Durchgang. Perlunger ging mit einem Hüfter in Front, doch Meier liess nicht locker und schaffte dank zwei gelungenen Standangriffen einen knappen 9:10 Sieg. Damian Dietsche tat sich bis 130kg Freistil mit den fehlenden Kilos gegenüber Sven Neyer schwer. Dank eines Armzugs gleich zu Beginn schaffte er es aber trotzdem, den Schaden in Grenzen zu halten. Das 7:6 kann als Erfolg für die Kriessner angesehen werden. Bis 61kg Freistil kam es zur Begegnung zwischen River Perlunger und Dominik Laritz. Perlunger agierte äusserst defensiv, doch das half gegen die blitzsauberen Beinangriffe von Laritz wenig. Der Kriessner verpasste den Überlegenheitssieg beim 0:14 hauchdünn. Der Kampf zwischen Ramon Betschart und Damian von Euw nahm seinen gewohnten Gang. Betschart punktete im ersten Umgang dank aktiverem Kampf, von Euw tat es im zweiten Abschnitt. Das 4:1 war demnach keine Überraschung. Dimitar Sandov bearbeitete bis 65kg Greco Jan Neyer unaufhörlich. Neyer war dadurch nicht in der Lage, auch nur einen offensiven Akzenz zu setzen. Im Gegensatz dazu erarbeitete sich der Kriessner einen hochverdienten 0:12 Punktesieg.

Steger fehlt nicht viel
Robin Zwick und Andreas Burkhart traten bis 86kg Freistil zur Revanche vom Hinkampf an. Obwohl sich der Kriessner diesmal besser auf den Konterringer Burkard eingestellt hatte, gelang ihm diesmal kein Punkt. Zwick musste sich mit 5:0 geschlagen geben. Kay Neyer und Sandro Hungerbühler belauerten sich bis 70kg Freistil, ohne dass im ersten Umgang viel passierte. Danach übernahm Neyer das Zepter und zog 8:0 davon, bevor Hungerbühler Sekunden vor Schluss doch noch eine Wertung zum 10:3 gelang. Artemii Utochkin gelang dann gegen Mathias Käser der Coup. Er erwischte den Einsiedler in einem Hüfter und gewann auf die Schultern. Damit war klar, Dorien Hutter musste bis 75kg Greco gegen Jan Walker gewinnen, da im letzten Kampf mit einer 4:0 Niederlage gerechnet werden musste. In einem weitestgehend taktisch geprägten Kampf gelang es dem Kriessner nicht, den geforderten Sieg einzufahren. Er unterlag mit 3:1 und so stand es vor dem letzten Kampf 13:16. Michel Steger hatte damit die fast unlösbare Aufgabe, gegen den bis dato ungeschlagenen Pavel Untila einen Punkt zu erzielen oder nicht 4:0 zu verlieren. Der Kriessner zeigte einen starken Auftritt und hielt sich Untila bis kurz vor Schluss geschickt vom Leib, doch 27 Sekunden dem Ende gelang dem Einsiedler die entscheidende Wertung zum 15:0 und damit zum umjubelten Sieg der Gastgeber. Beim Gesamtscore von 33:33 wies die RR Einsiedeln mehr Einzelsiege aus und holte sich so den Finaleinzug. Für die RS Kriessern blieb nur die Enttäuschung und der Gang ins kleine Finale gegen die RS Freiamt.