RS Kriessern siegt hauchdünn

In einem spannungsgeladenen und hochstehenden Kampf besiegt die RS Kriessern im ersten Halbfinal die RR Einsiedeln hauchdünn mit 17:16. Damit bleibt es im Kampf um den Finaleinzug spannend.

Über 650 Zuschauer verwandelten die Oberrieter Bildstöcklihalle in einen Hexenkessel, der am Ende mit den Gastgebern einen glücklichen Sieger sah.

Laritz sorgt für Euphorie
Gleich zum Auftakt der Begegnung gabs für die Kriessner einen Dämpfer. Bis 57kg Greco hatte Christoph Wittenwiler erheblich Gewicht machen müssen, doch der Effort zahlte sich nicht aus. Stone Perlunger führte die technisch feinere Klinge und gewann vorzeitig mit 0:16. Das «ewigen» Duell zwischen Ramon Betschart und Damian von Euw brachte keine Überraschung. Betschart machte im ersten Umgang mehr Druck und wurde mit einer Bodenlage belohnt, die er zu 2 Punkten nutzte. Nach der Pause schickte das Kampfrichter-Trio dann den Kriessner zu boden, was Von Euw seinerseits nutzte und mit einem Ausheber die entscheidenden Punkte zum 4:5 Sieg holte. Levin Meier hielt sich bis 61kg Greco gegen Jan Neyer an den taktischen Fahrplan und ging keine unnötigen Risiken ein. Das war zwar nicht sehr attraktiv, dafür brachte es Gelb-Schwarz mit 2:0 den ersten Sieg. Auch der Kampf bis 97kg Freistil zwischen Damian Dietsche und Andrii Vyshar war nichts für Sport-Ästeten. Im hart geführten Duell schaffte der Einsiedler dank zweier Aktivitätszeiten einen 2:1 Sieg. Dann folgte der Höhepunkt der ersten Hälfte, denn bis 65kg Freistil war es Dominik Laritz, der die Halle zum Beben brachte. Nach einer noch taktisch geführten ersten Hälfte zeigte sich der Kriessner im zweiten Abschnitt gegen Wesal Akbari angriffig und wurde dafür mit einem Schultersieg belohnt, der den Kriessner Anhang explodieren liess.

Dorien Hutter sorgt für Entscheidung
Der Beginn der 2. Hälfte gehörte den Kriessnern. Zuerst sorgte Fabio Dietsche mit viel Energie dafür, dass sich Mathias Käser bei seinem Premium League Debüt in der Defensive sah. Dank starker Bodenarbeit holte sich der Kriessern ein 8:0. Unglaublich dann die Power, die Dimitar Sandov bis 70kg Greco gegen Kay Neyer auf die Matte brachte. Obwohl Neyer kein Kind von Traurigkeit ist, kam er nie in den Kampf und musste dem Ringer des Abends einen hochverdienten 10:0 Sieg zugestehen. Doch die Klosterstädter liessen sich nicht abschütteln. Andreas Burkard gab nach seiner Verletzungspause gegen Robin Zwick bis 80kg Freistil ein starkes Comeback und schaffte dank überlegter Konter einen 5:12 Sieg. Ohne Chance blieb dann Tobias Betschart bis 75kg Freistil. Pavel Untila zeigte, wieso er in dieser Saison immer als Sieger von der Matte ging. Starke Beinangriffe brachten ihm einen 0:15 Sieg und seinem Team den Ausgleich zum 15:15. Damit musste der letzte Kampf bis 75kg Greco zwischen Dorien Hutter und Jan Walker entscheiden. Walker ging in Führung, doch Hutter kämpfte, getragen von einem frenetischen Anhang, unbeirrt weiter und schaffte mit einem Hüfter die entscheidenden Punkte zum viel umjubelten 5:3 Sieg und damit den siegbringenden Mannschaftspunkten zum 17:16.