Noch keine Vorentscheidung

Im ersten Halbfinalkampf der Swiss Premium League zwischen der RS Freiamt und der RS Kriessern ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Die Kriessner gewinnen 15:16 und legen damit vor dem Heimkampf knapp vor.

Es war die erwartet umkämpfe Begegnung zwischen den ewigen Rivalen und hätte auch auf die Gegenseite kippen können, doch am Ende behielten die Rheintaler die Nerven und die Oberhand.

Knappe Pausenführung
Den Auftakt machten bis 57kg Freistil Manuel Zäch und Kevin Birchler. Zäch kam nie richtig in den Kampf und musste dem Freiämter einen 18:0 Sieg zugestehen. Im Schwergewicht traten mit Fabio Dietsche und Nikita Gerasymenko zwei Athleten an, die die 130kg nicht ausfüllten. In einem intensiven Greco-Fight war Dietsche der aktivere Ringer und verdiente sich den 3:1 Punktesieg dank eines klug angesetzten Armzugs und viel Routine. Der Kampf bis 60kg Greco zwischen Levin Meier und Kimo Anderhub brauchte etwas, bis er in Schwung kam. Mit der ersten Bodenlage änderte sich das allerdings, denn Meier nutzte diese, um mit 0:13 davon zu ziehen. Nach der Pause machte der Kriessner Nachwuchs-internationale den Sack mit zwei weiteren Wertungen zum 15:0 endgültig zu. Damian Dietsche ging bis 97kg Freistil gegen Adam Jakub Fudalej aktiv in den Kampf, doch belohnt wurde dies nicht. Fudalej konnte zwei Offensivaktionen kontern und brachte danach seine Führung über die Zeit. Immerhin schaffte Dietsche Sekunden vor Schluss dank viel Kampfgeist noch die Wertung zum 5:2 Endstand. Bis 65kg Freistil musste Dominik Laritz nicht zum ersten Mal in dieser Saison einen Rückstand wettmachen. Routiner Randy Vock verteidigte eine 2:0 Führung lange erfolgreich, doch Laritz liess nicht locker und drehte im zweiten Umgang den Kampf zum 6:9 Endstand. Damit führten die Kriessner zur Pause hauchdünn mit 8:9.

Finaleinzug als Ziel
Bis 87kg Greco kam Ramon Betschart zu seinem Stilarten-Debut in dieser Saison. Dass er dabei auf den unbequemen Marc Weber traf, machte die Aufgabe nicht leichter. Doch auch er nutzte die erste Bodenlage, um sich eine sichere 0:9 Führung zu erkämpfen. Dazu kam noch ein Passivitätszähler zum Endstand von 0:10. Bis 67kg Greco riss ausgerechnet im Halbfinal eine lange Serie. Dimitar Sandov musste gegen Michi Bucher eine nicht ganz erwartete 7:1 Niederlage einstecken. Bucher war zwar meist unter Druck, doch gelang es ihm, sich dem Armklammer des Kriessners geschickt zu entziehen. Daniel Loher tat sich bis 86kg Freistil gegen Kimi Käppeli lange schwer, doch im zweiten Abschnitt gelang es ihm, den Kampf ausgeglichen zu gestalten und den Schaden mit 5:2 in Grenzen zu halten. Kadertreffen dann bis 74kg Freistil zwischen Nino Leutert und Sandro Hungerbühler. Dabei setzte sich der Aargauer Elitekader Ringer trotz aller Bemühungen seines jüngeren Kontrahenten letztlich deutlich mit 10:0 durch. Tim Schreiber gelang es dank ultradefensiver Taktik bis 77kg Greco im ersten Umgang, Fritz Reber in Schach zu halten, doch am Ende setzte sich die Klasse von Reber beim 0:6 doch noch durch. Er sicherte mit dem Sieg seinen Farben einen hauchdünnen 15:16 Sieg und damit eine knappe Führung in der Halbfinalserie.