RS Kriessern gelingt die Überraschung
Mit einem begeisternden Auftritt gelingt der RS Kriessern gegen den Favoriten RS Freiamt ein Coup. Sie gewinnen nicht etwa knapp, sondern schicken die Aargauer mit einem 23:14 nach Hause.
Nach der Abwaage war sich der geneigte Ringerfan in der Mehrzweckhalle in Kriessern sicher, dass die Gastgeber einen schweren Stand haben würden. Dann lief der Kampf aber ganz nach dem Geschmack der Kriessner.
Auftakt nach Mass
Der Start war schon mal vielversprechend. Manuel Zäch, vor Wochenfrist noch in Freistil, bekam bis 57kg die Chance, sich im Greco zu beweisen und er machte das mit Bravour. Mike Schweizer geriet von Beginn weg in Rücklage und mit seinem zweiten Schleuder legte Zäch den Freiämter auf die Schultern. Das es für Daniel Loher bis 130kg Freistil gegen Mogomed Ayskhanov schwierig werden würde, war klar. Ayskhanov brachte seine Beinangriffe immer wieder durch und Loher blieb nur Schadensbegrenzung. Diese gelang, denn er brachte den Kampf mit einem 0:13 über die Zeit. Höchst attraktiv dann die Begegnung bis 61kg Freistil zwischen Joel Gächter und Flurin Meier. Die beiden gaben von Beginn weg Vollgas und so entwickelte sich ein Schlagabtausch, bei dem Meier dank körperlichen Vorteilen leichte Vorteile hatte. Am Ende entschied der Freiämter den Kampf mit 5:12 für sich. Einmal mehr bewies Ramon Betschart seine überlegene Bodentechnik. Bis 97kg Greco hatte Marc Weber, eigentlich für seinen unbequemen Stil gefürchtet, in der Bodenlage keine Chance und so siegte Betschart vorzeitig mit 16:0. Levin Meier bestätigte bis 65kg Greco seinen starken Auftritt von letzter Woche. Gegen Tim Schreiber riss er das Kampfdiktat an sich und überzeugte durch einen taktisch klug geführten Kampf, der ihm einen 8:1 Sieg einbrachte.
Zwick mit Traumdebut
Zur Pause lag man in Front, doch man wusste, dass der zweite Umgang schwieriger werden würde. Gleich zum Auftakt des 2. Abschnitts gab Robin Zwick von der RRTV Weinfelden sein Debut für die RSK. Bis 86kg lag er gegen Kimi Käppeli lange zurück, doch dann gelang ihm ein Konter, der ihm einen Schultersieg und die Auszeichnung zum «Ringer des Abends» und seinem Team einen Motivationsschub einbrachte. Die Halle tobte und auch Dominik Laritz schickte sich bis 70kg Freistil gegen favorisierten Nino Leutert an, die Euphorie noch zu steigern. Laritz ging unerschrocken in den Kampf und übernahm zwischenzeitlich gar die Führung, ehe Leutert am Ende doch noch mit 7:12 gewann. Das hielt die Kriessner aber nicht davon ab, zielstrebig Richtung Überraschung zu marschieren. Artemii Utochkin liess Yves Müllhaupt bis 80kg Greco nie in den Kampf kommen und punktete regelmässig. Abgeklärt brachte er den 8:0 Sieg nach Hause. Dimitar Sandov machte dann bis 75kg Greco den Sack zu. Auch eine Gewichtsklasse höher gelang es ihm seinen Gegner, Michi Bucher, permanent unter Druck zu halten und so konnte er einen nicht erwarteten 3:1 Sieg feiern. Zum Abschluss eines tollen Ringerabends liess sich Sandro Hungerbühler bis 75kg Freistil von George Bucur zuerst den Schneid abkaufen, brachte er doch seine Beinangriffe mehrfach nicht durch. Doch gegen Ende ging dem Freiämter zusehens die Luft aus und so konnte Hungerbühler doch noch zum 4:13 Endergebnis punkten.













