RS Kriessern mit standesgemässem Auftakt

Der Saisonstart ist geglückt. Die RS Kriessern siegt nach einem verhaltenen Start vor heimischem Publikum gegen den Aufsteiger aus Weinfelden klar mit 25:12.

Die erste Hälfte des Kampfes präsentierte sich in der Kriessner Mehrzweckhalle noch ausgeglichener, als es den Kriessnern lieb sein konnte. Der zweite Teil brachte dann die letztlich klare Entscheidung.

Ausgeglichene erste Hälfte
Bis 57kg Freistil kam Lee Dietschi gegen Pius Ochsner zu seinem Premium League Debut. Er zeigte wenig Respekt und er konnte das 8:3 zur Pause danach noch ausbauen. Ochsner gab sich allerdings nicht geschlagen und verpasste die Wende beim 14:13 nur knapp. Wenig Probleme bekundete bis 130kg Greco Daniel Loher gegen Micha Forster. Sein Offensivgeist wurde mit einem vorzeitigen 15:0 Überlegenheitssieg belohnt. Silvan Mühletaler eröffnete das Score gegen Manuel Zäch bis 60kg Greco nach wenigen Sekunden mit einem Hüfter. Zäch konnte sich befreien und den Kampf ausgeglichen gestalten, doch dann schloss ihn Mühletaler ab, wie er begonnen hatte. Ein Hüfter sorgte für die vorzeitige Entscheidung. Neo-Schwinger Ramon Betschart zeigte sich bis 97kg Freistil nicht ganz so unwiderstehlich wie im Greco, doch seine körperlichen Vorteile und seine Routine halfen ihm gegen Robin Zwick zu einem ungefährdeten 11:2 Punktesieg. Auch Joel Gächter fühlt sich im Greco wohler als im Freistil, in dem er bis 65kg gegen Tim Zürcher antreten musste. Hielt er den Kampf im ersten Umgang mit 4:4 noch offen, bekundete er in der zweiten Hälfte Mühe mit den Beinangriffen des Thurgauers. Am Ende hielt er den Schaden beim 7:13 aber dank der neuen Regel bei der Punktevergabe in Grenzen.

Überraschendes Comeback
Eröffnet wurde die zweite Hälfte von Fabio Dietsche und Nachwuchsinternatonalen Matti Eichmann bis 87kg Greco. Dietsche diktierte den Kampf vom Anfang bis zum Ende, doch das Endresultat von 3:0 spiegelte diese Überlegenheit nur ungenügend. Dimitar Sandov machte in der neuen Saison da weiter, wo er im letzten Jahr aufgehört hatte. Bis 67kg Greco konnte ihm Vadym Myroshnykov nichts Gleichwertiges entgegensetzen und der Kriessner gewann vorzeitig mit 15:0. Danach rieb man sich in Kriessern verwundert die Augen. Sandro Moser kam 11 Jahre nach seinem letzten NLA-Kampf zu einem überraschenden Comeback und der 41-Jährige machte seine Sache mehr als gut. Er hielt den Kampf gegen Veres Tivadar bis 86kg Freistil offen bis zum Schluss, ja er hätte vor der Pause gar einen Lucky Punch gelandet, hätte nicht der Pausengong seinen Gegner gerettet. Am Ende hiess es 2:9 für den Thurgauer, was der Freude über Mosers Leistung keinen Abbruch tat. Danach waren die Vorzeichen bis 74kg Freistil zwischen Sandro Hungerbühler und Roger Junker umgekehrt. Der deutlich jüngere Kriessner hatte gegen den auch schon 33-Jährigen keine Mühe, zu einem vorzeitigen 18:2 Sieg zu kommen. Schliesslich zeigte Fritz Reber bis 77kg Greco, wieso in die Kriessner verpflichtet haben. Nach einer Schrecksekunde zu Beginn gegen Yves Müllhaupt liess Reber nichts mehr anbrennen und siegte mit 20:4.